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Gemeinsame Medieninformation des Thüringer Wirtschaftsministeriums und des Bundesverbands WindEnergie

28.11.2012

Machnig: Potenziale der Windenergie in Thüringen besser nutzen

 

Messe Erfurt und Bundesverband WindEnergie starten/ 1. Mitteldeutsche Windbranchentage / 30 Aussteller und rund 300 Besucher werden erwartet

Am 27. und 28. November 2012 finden zum ersten Mal die Mitteldeutschen
Windbranchentage in Erfurt statt. Organisiert werden sie von der
Messe Erfurt in Kooperation mit dem Bundesverband WindEnergie
(BWE) und den jeweiligen BWE-Landesverbänden Thüringen und
Sachsen. Gemeinsam wollen sie für einen schnelleren Ausbau der
Windenergie in Mitteldeutschland werben und der Windenergiebranche
den Rücken stärken. Zu den Mitteldeutschen Windbranchentagen werden
über 30 Aussteller und 300 Besucherinnen und Besucher erwartet.
Die Messe wird von einer Fachausstellung begleitet.


Im Jahr 2011 lag Thüringen mit einer installierten Leistung von rund 800 Megawatt auf Rang 9 und nach der Zahl der Anlagen – insgesamt rund 600 –
auf Rang 10 aller Bundesländer. Der Anteil der Windkraft am Nettostromverbrauch liegt bei 12 Prozent (immerhin Rang 6 aller Bundesländer). „Bei der Windenergie liegt der Freistaat im Bundesvergleich auf den hinteren Rängen“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Die unzureichende Ausweisung von Windvorrangflächen und langwierige Verfahren der Regionalplanung erschwerten die Nutzung vorhandener Potenziale. Im ersten Halbjahr 2012 seien in Thüringen gerade mal elf von bundesweit 414 Anlagen errichtet worden: „Thüringen bleibt bei der Windenergie unter seinen Potenzialen. Dabei bedeutet Windkraft mehr Beschäftigung, Investitionen und kommunale Einnahmen“, sagte der Wirtschaftsminister.

Die Windenergie ist das Rückgrat der Energiewende. An Land ist sie kostengünstig und zuverlässig. Bereits heute hat sie einen Anteil von über acht
Prozent am deutschen Strommix. 2020 könnte schon jede vierte Kilowattstunde
Strom in Deutschland aus Windenergie kommen. „Für ein zügiges
Gelingen der Energiewende ist der Ausbau der Windenergie der entscheiSeite
dende Faktor. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat sich als das
richtige Instrument erwiesen, die Energiewende voranzutreiben. Jetzt geht
es darum, dass EEG so weiterzuentwickeln, dass zum einen der Windenergieausbau in ganz Deutschland vorangeht und die Länder ihre Ziele realisieren können und dass zum anderen die Kosten der Energiewende gerecht verteilt werden. Wir brauchen hierbei einen konzentrierten und nachhaltigen Prozess, an dessen Ende ein EEG mit einem längerfristigen Bestand steht“, betont BWE-Geschäftsführer Henning Dettmer.

„Die Potenziale für Windenergie in Thüringen sind hoch“, sagte Machnig.
Gerade die Höhenlagen würden beste Voraussetzungen für eine effektive
Windenergieerzeugung bieten. „Während andere Bundesländer ihre Möglichkeiten ausschöpfen und Windräder im Wald zulassen, gibt es in Thüringen bei diesem Thema wenig Bewegung“, so der Minister. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums sind in Thüringen heute 1.650 Menschen in der Windkraftbranche tätig.

Schwerpunkt der Mitteldeutschen Windbranchentage ist die aktuelle Energiepolitik. Am 2. Kongresstag finden eine Podiumsdiskussion zur „Zukunft
der mittelständischen Windbranche“ sowie drei parallel verlaufende
Workshops zu unterschiedlichen Themen rund um die Windkraft in Deutschland
statt (1. Systemtransformation mit Windenergie und Speichertechnologien,
2. Erneuerbare Kulturlandschaft, Natur- und Artenschutz, 3. Regionalund
Landesplanung). Ziel ist eine stärkere Vernetzung von politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kommunalen Akteuren im Bereich der
Windenergie.

Pressekontakt
Messe Erfurt GmbH
Thomas Tenzler
T: 0361 400-1500
M: 0173 38989-53
presse(at)messe-erfurt.de
www.messe-erfurt.de

Fachpressekontakt
Ministerium für
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und Technologie
Max-Reger-Str. 4 – 8
99096 Erfurt
www.tmwat.de

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